...schreibt die Süddeutsche vergangenen Samstag
einen langen Artikel. Daraus:
Als die Welt noch in Ordnung war in Bayern, da gab es in jedem Dorf eine kleine Brauerei und ein Wirtshaus, am Samstagabend ein paar aufs Maul und am Sonntag nach der Messe Schweinsbraten.
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Obwohl immer wieder voller Stolz darauf verwiesen wird, dass kein Land der Welt mehr Braustätten vorzuweisen hat, verlässt man sich auf Einheitspils und klammert sich an die quasi-feudalistische Vertragspolitik, mit der Brauereien den Wirten vorschreiben, welches Bier sie auszuschenken haben (und zu welchem Preis).
Solange aber Wirte nicht frei entscheiden können, welches Bier sie ihren Gästen kredenzen möchten, solange haben engagierte Brauer nur wenige Chancen zu zeigen, was aus Hopfen und Malz herauszuholen ist - und solange wird dem Bier auch der Respekt versagt bleiben, den es tatsächlich verdient.
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Ja, ich trinke gerne Bier. Bevorzugt von Brauereien aus der Umgebung. Gibt rund um München noch eine Menge eigenständige. Natürlich auch hier viel Spreu unter dem Weizen.
Quelle:
Stefan Gabányi: "Bier + Deutsch = Problem. Nationalgetränk in der Krise" (SZ Online am 20. September 2008)