Gefrierfach muss mal wieder abgetaut werden. Also alles rausessen, was so drin ist. U. a. eine Packung Blätterteig. Man nehme: 8 Scheiben quadratisch geschnittenen, fertigen Blätterteig, ca. ein halbes Pfund Hackfleisch, eine große Karotte, 200g Champignons, eine halbe Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, ein Ei, Gewürze. Knoblauch fein, Zwiebel grob würfeln. Karotte waschen und grob raspeln. Pilze sauber machen (ich nehme den Stiel raus, ziehe grob die Haut ab und entferne die Lamellen) und in feine Scheibchen schneiden. Hackfleisch nach belieben würzen (hier: Salz, Pfeffer, Zitronenpfeffer, Paprika, Curry). In einem grossen Topf Öl anheizen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten, Pilze weichbraten, die Karotte dazu, nochmal weichkochen, Hackfleisch dazu und gar braten. Mit einen großzügigen Schluck Rotwein ablöschen. Aufkochen, mit Tomatenmark, Senf (mittelscharf oder Honig-Senf) und Soja-Sauce abschmecken. Dicklich einkochen lassen.
Ei trennen. Ein Backblech leicht einölen. Blätterteig auf's Backblech, an den Kanten entlang mit Eiweiß bestreichen (fungiert als Kleber), eineinhalb Esslöffel Hackfleischbrei drauf, über Eck zuklappen. Bei mir hat die Masse locker für acht Taschen gereicht, wahrscheinlich wäre auch noch eine neunte dringewesen. Backrohr vorheizen. Die Taschen mit Eigelb bestreichen, das macht eine appetitliche Farbe im Rohr. Rein mit dem Blech ins Rohr, ca. 20-25min auf 180 Grad fertigbacken. Meine sind
kurz vor'm fertig werden.
Achtung: heiss! Vor dem Servieren etwas abkühlen lassen. Guten Appetit.
Aus früheren Versuchen weiß ich: Die Taschen schmecken auch kalt. Und man kann selbstverständlich das Hackfleisch durch Gemüse ersetzen. Eine Auberginen-Zucchini-Paste fällt mir da spontan ein. Oder was mit Paprika. Wer's lieber exotisch mag, kann auch mit Ananas (fein schneiden) oder Bananen experimentieren. Die Asienfreunde greifen zu Sojasprossen, Frühlingszwiebel, Ingwer, Bambus, Lychee. Auch Käse aller Art kann man darin prima verarbeiten.
Kochmusik war heute die zweite Hälfte von
Electrelanes zweitem Album
The Power Out und die erste Hälfte von
The Best of The Alan Parsons Project.