Artikel mit Tag cdc2009-09-29Ein historisches Rechenzentrum zieht um ![]() Es ist vollbracht! War ein Haufen Arbeit mit langen Tagen, den Laster haben wir einen Tag später als geplant zurück gegeben und die beiden Spezialisten für Schwertransporte haben wir mitsamt ihrem Gabelstapler anstatt der geplanten zwei Stunden immerhin einen knappen Arbeitstag beschäftigt. Aber dafür ist der alte Standort jetzt komplett leer (bis auf zwei marode Klimaanlagen, die verschrottet werden), am neuen Standort durfte der komplette – von der vorherigen Benutzung ziemlich mitgenommene – Teppichboden raus, der Doppelboden steht bereits und ist auch schon bestückt mit den Geräten, die wir demnächst betreiben wollen. Worum geht es überhaupt? Das Computermuseum München wird zur datArena. Wichtiger Meilenstein in dem Projekt: Umzug der Großrechner von Cray-Cyber.org vom alten Standort Stäblistraße 10b in die Halle 109 auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr in Neubiberg bei München. Am Wochenende vor dem Transport hatten wir knapp zehn Helfer, die Kartons gepackt und Maschinen zerlegt haben. Etwa die Hälfte der Leute hat sich um die Vorbereitung der neuen Halle gekümmert. Snoopy musste aus gesundheitlichen Gründen auf das Heben schwerer Lasten verzichten, dafür hat er für uns einen großen Topf Spaghetti Bolognese gekocht und uns so vor dem naheliegenden Schachtelwirt bewahrt. Am Wochenende nach dem Umzug konnte er dankenswerterweise seine Nachbarin dazu animieren, thailändisch aufzukochen. Den Helfern in der Halle – beschäftigt mit dem Bestücken des Doppelbodens – hat's geschmeckt. Während der drei Transport-Tage waren wir zwischen 7 und 10 Leute (je nach Tag und Tageszeit) und hatten alle Hände voll zu tun mit verladen, verzurren und entladen des Lasters. Leider war der eigentlich reservierte 18-Tonner nicht zum vereinbarten Zeitpunkt bei der Vermietung zu haben (Montag morgen, 7h), also mussten wir auf einen 12-Tonner ausweichen. Der Laster alleine wiegt 7 Tonnen, bedeutet 5 Tonnen Zuladung je Fahrt. Wir mussten acht Mal fahren (jedesmal bis hinten voll) und dürften geschätzt etwa 35 Tonnen Material vom alten zum neuen Standort bewegt haben. Bis auf wenige "Schürfwunden" (wenn Metall auf Metall scheuert) ging nichts offensichtlich zu Bruch. Falls jemand mal ein paar Tipps haben will, wie man als Privatperson am besten Großrechner transportiert, kann er sich vertrauensvoll an mich wenden. Wir haben da mittlerweile eine ziemliche Menge Erfahrung :-) Eine Auswahl Bilder dazu gibt es hier oder – in sehr ausführlich – hier. Als nächstes werden die Maschinen wieder verkabelt und gehen dann in Betrieb. Die Control Data Cyber 960 läuft ja schon einige Jahre, die wird einfach wieder eingeschaltet und alles ist beim alten. Gleiches bei der Sun E10000 und der Control Data 4680 mit dem mittlerweile recht unbekannten Unix-Derivat EP/IX. Sorgenkinder sind derzeit eine SGI Origin 2000 und eine Cray Y-MP EL. Bei beiden ist die System Disk hin, beide müssen neu installiert werden. Ersatzteile sind zum Glück kein Problem. Wenn jemand brauchbare Hinweise oder Ideen hat, wie man Bootplatten bei Unicos (Cray) oder Irix (SGI) mit möglichst einfachen Mitteln (und mit möglichst wenig spezieller Software) klonen kann, hilft uns das sehr weiter. Dann können wir beim nächsten Ausfall nämlich hoffentlich einfach auf den Klon zurück greifen, einmal neu booten und fertig. XLV-Lizenz für die Origin haben wir leider keine. Und die Cray hat IPI-Platten, mit externen SCSI-Gehäusen und so geht da nicht viel :-) Außerdem ist geplant, endlich mindestens eine der beiden Cray J90 in Betrieb zu nehmen. Ganz neu im Programm ist die Cray T3E, die wir in einer luftgekühlten Variante mit 6 Systemschränken (in Summe 128 CPUs) in Betrieb nehmen wollen. Vermutlich war das Aufstellen der Schränke auf dem Doppelboden der einfachere Teil. Falls jemand sein Wissen beisteuern oder selbst dazu lernen will: wir sind offen für weitere Helfer. Bedingungen (neben dem notwendigen Spaß an der Sache): Möglichst nur auf einer Hochzeit tanzen und dort aber am Ball bleiben. Kontakt über Kommentar zu diesem Eintrag oder per Mail an stief@cray-cyber.org.
Geschrieben von stiefkind
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07:50
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2004-06-07Einmal Lager und zurück...
...und dazwischen ein paar Stunden Kisten schleppen: Gestern um 09:00h in München los, 2 Autostunden nördlich. Für mich das erste mal Cray-Cyber-Lager. Um im Serverraum Platz zu haben für das was kommt (C90, T3D, T3E) müssen einige Racks ins Lager (EMC, PDP-11, HP, Teile der J90en, die Bull, Kleinkram). Um die unterbringen zu können, haben wir gestern das Lager ein wenig defragmentiert. Die handlichen Kartons eine Etage höher, die bereits vorhandenen Devices platzsparender verschoben. Dazu gleich noch ein paar Devices mit eingelagert, die seit ein paar Wochen im Lagerhaus nebenan standen (405, 415, einige CDC-Racks, eine HP). Insgesamt mehrere Stunden Schufterei. Spart das Fitnessstudio. Unterbrochen von der Gastfreundschaft von Lisas Familie. Danke an dieser Stelle nochmal dafür :-) Gegen halb neun abends waren wir dann wieder in der Stäblistraaße.
Further Actions: die kommenden beiden Wochenenden werden wir die J916 und J932 etwas umorganisieren. Die User-Area wird einen neuen Platz bekommen. Dann Material zum Transport vorbereiten. Für 20. Juni ist dann der nächste Lagertransport angesetzt. Dann wieder mit Lkw, also locker drei Autotunden einfach.
Geschrieben von stiefkind
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um
06:11
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2004-05-16Luftschlangen im Cyber-Keller
Nachdem letzten Samstag Pause war, gab's diesen Samstag wieder Entspannung im Cyber-Keller. Ganz besonders, nach dem gestrigen gestohlenen Tag. Nachdem die Druckluftprüfung am Kühlsystem der Cyber 860 noch einige Lecks offenbarte, haben Alex und ich erstmal die Verteilerhähne wieder zerlegt. Und dabei festgestellt, dass der Zulaufschlauch ein konisches Gewinde hat. Kein Wunder, dass wir den Schlauch nur ein paar wenige Windungen weit in den Verteilerkopf schrauben konnte. Offenbar ist der Konus aber genormt, so dass es wahrscheinlich ist, passende Stutzen aufzutreiben.
Außerdem sind die Luftschläuche gekommen, mit denen wir den thermischen Kurzschluss bei der Kühlung der Cyber 960 zukünftig vermeiden wollen: Die Schläuche sollen die warme Abluft des Kondensators der Klimaanlage nach oben an den Treppenausgang leiten. Die Cyber kann dann – so die Theorie – kalte Luft durch das gekippte Fenster ansaugen. Mit dem Schlauch lassen sich auch noch andere lustige Dinge anstellen :-) @Freddy: Eintrag für's Diary kommt – mitsamt Bildern – morgen. Hatte heute tagsüber keine brauchbare Inspiration und jetzt ist es mir zu spät um noch spritziges Englisch zu schreiben :-)
Geschrieben von stiefkind
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um
22:15
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2004-04-10Cray-Cyber auf der EasterHegg
Dieses Wochenende war wieder verstärkt Cray-Cyber. Wir durften uns als Projekt auf der EasterHegg eintragen und hatten Freitag und Samstag für Besucher geöffnet. Obwohl wir selbst nicht so recht daran glaubten, wurden wir eines Besseren belehrt: Waren es am Freitag noch zwei überschaubare Besuchergrüppchen (die Freddy alleine abfertigen konnte), hatten wir am Samstag zu zweit ganz schön was zu tun. Dumm nur, dass die Cyber diesmal nicht 100% mitspielte: Zuerst wollte sie nicht wirklich booten, dann wollte der Drucker nicht wirklich laufen. Egal, die Führungen sind auch so gut gelungen, habe ich den Eindruck. Als die letzte Gruppe dann auch noch darauf bestand, das unbekannte Schrankobjekt genauer unter die Lupe zu nehmen, haben Freddy und ich die einfach machen lassen und endlich (stark) verspätete Mittagspause gemacht. Als wir zurück kamen, wurde uns das Teil als Bankterminal mit ein paar delikaten Details vorgestellt. Die Platte war noch bootbar :-) Was Leute so alles wegschmeissen...
Immerhin konnten wir (Alex und ich) den Freitag noch dazu nutzen, die Kogelkopfhähne auf dem Verteiler zu montieren. natürlich nicht, ohne eine halbwegs angemessene Qualitätssicherung durchzuführen. Damit sind wir dem Ziel der funktionierenden Wasserkühlung für die Cyber 860 wieder ein Stückchen näher gekommen.
Geschrieben von stiefkind
in Systemheld
um
19:30
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2004-03-27Netzwerkprobleme an der cy960 und Inventarisierung
Mal wieder ein Samstag im Keller. Die letzten beiden musste ich leider aussetzen. Getrennte Frauen sind offenbar nicht immer so selbständig, wie sie das gerne von sich behaupten. Konsequenenz ist ohnehin bekanntermaßen eher keine Frauentugend. Aber ich schweife ab...
Also, Keller: John und Freddy waren nicht da. Erstmal kein Problem. Anfahren können wir auch alleine. Dumm nur, dass gegen 12:30h aufgefallen ist, dass die cy960 nicht über Netzwerk erreichbar ist. Weder telnet noch ping. Also erstmal Kabel geprüft und DI gebootet (mehrfach, braucht jedesmal locker 10min). Half nichts. Dann haben wir Aufzeichnungen von John gefunden (hat während der Woche am FTP gespielt) und hatten Gerard an der Leitung (talk ist was feines; nochmals Dank von dieser Stelle für's Händchen halten). Irgendwann hatten wir dann Hunger und haben eine Bootzeit des DI genutzt, rüber zu Ronald zu gehen. Als wir zurückkamen war John da und hat repariert. Schlußendlich war's ein Typo in einem Config-File des DI. Fazit: Viel gelernt. Und ich sollte mich mal genauer mit NOS beschäftigen. DtCyber wird an dieser Stelle mein Freund sein. Das Kompilieren für meine Bildschirmauflösung (mein Notebook hat nur 1024x768) war schonmal erfolgreich... Den Rest des Nachmittags haben Alex und ich dann noch drei Umzugkartons DEC-Doku inventarisiert, die demnächst (Osterwoche) ins Lager umzieht.
Geschrieben von stiefkind
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um
19:40
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2004-02-14Ongoing work im Cyber-Keller
Und wieder ein Samstag im Cyber-Keller. Und wieder geht's um die Kabel für den Card Punch Controller. Die Kabel sind jetzt alle fertig, die Buchsen im Controller ebenso. Was noch fehlt, ist eine einzige Buchse im Card Puncher. Die ist allerdings etwas aufwändig zu montieren: Die Drähte sind nicht beschriftet und nicht farbig markiert (alle sind weiss). Ausserdem ist wenig Platz im Gerät...
Der weitaus spannendere Teil kommt sicher dann, wenn wir zum ersten Mal einschalten. Abends dann noch zwei Pressetexte revidiert und die Timeline für Cray-Cyber.org fertig geschrieben.
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